Papercuts
»Fading Parade«
Text:
Tobias Gnädig
Zehn watteweiche Dreampop-Songs über die Zwischenmenschlichkeit. Verliebte Träumer sagen Danke! für die Wohlfühl-Platte des Augenblicks.
Seit vor zwei Jahren You Can Have What You Want erschien und es darauf mit dem beseelten Future Primitive so etwas wie einen echten Hit zu entdecken galt, finden die Papercuts zunehmend Verbreitung.
Auf Fading Parade nun trifft man – außer dem neuen Label – im Grunde wenig ernstliche Veränderung an. Jason Quever, der Mann, der die Fäden zieht, hat zehn watteweiche 60s-Folk/Pop-Songs über die Zwischenmenschlichkeit geschrieben und ihnen ganz viel Hall mit auf den Weg gegeben. Okay, das Album wirkt ausproduzierter als sein Vorgänger, und vom Lo-Fi-Sound ist nicht mehr viel übrig geblieben – ein entbehrliches Opfer, war Lo-Fi zuletzt vielerorts allzu routiniertes Prinzip und damit langweilig geworden. Highlights sind sicher I’ll See You Later I Guess oder Winter Daze, die an Dreampop à la Beach House erinnern. Manche mögen dies alles als nichtssagend, gar beliebig abtun. Uns verliebten Träumern kann das aber egal sein, wir bedanken uns vielmehr für eine große Platte voller Gefühl, die uns sicher durchs Jahr begleiten wird.
In drei Worten: WATTE / STRANDHAUS / TRÄUMEN
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