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Zoey Van Goey

»Propeller Vs. Wings«

[Chemikal Underground / Rough Trade / VÖ: 18.02.2011 ]

Text: Michael Weiland

Indiepop, der Belle & Sebastian gefällt, gezielt kickt und behutsam streichelt: Twee mit Tattoos, sozusagen.

Wenn sich Junge und Mädchen in einem Popsong treffen, nimmt das in gefühlten neun von zehn Fällen ein böses Ende. Begegnen sie sich in einer Popband, sind die Aussichten nachgerade rosig. Glasgow hat mit den Pastels und den Delgados viel für diesen Eindruck getan, nun eben mit Zoey Van Goey, die sich durchaus auf genannte Gruppen beziehen. Kim Moore und Matt Brennan wechseln sich am Mikrofon ab und bleiben auch sonst ungern konzentriert bei der Sache.


Der Opener »Mountain On Fire« ist verträumt und mitreißend wie eine am Fenster vorbeifliegende Landschaft, »My Aviator« ist Barockpop, »The Cake And Eating It« klingt nach dem hakeligen Synthie-Emo von The Anniversary. Die große Klammer drum herum ist Indiepop, der Belle & Sebastian sowie Belle&Sebastian-Fans gefällt. »Propeller Vs. Wings«, das zweite Album der Band, kann gezielt kicken und behutsam streicheln. Twee mit Tattoos, sozusagen. Hinzu kommt ein absolut ausgegorenes Songwriting, das sich auf elf Stücken in einer guten halben Stunde ganz schön verausgabt. Darf man auch Powerpop nennen.

In drei Worten: JUNGE / MÄDCHEN / KONZENTRATIONSSCHWÄCHE

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