Dustin O’Halloran
»Lumiere«
[FatCat / Rough Trade / VÖ: 22.02.2011 ]
Text:
Christoph Büscher
Zwischen Minimalismus und Fin-de-Siècle-Romantik: Dustin O’Hallorans Musik für Piano und Streicherensemble ist Easy-Listening-Klassik fürs 21. Jahrhundert.
Salonmusik ist wieder in. Dustin O’Halloran bedient mit melancholischem Neo-Klassik-Sound für Klavier und Streicherensemble ein Bedürfnis nach leicht fassbarer, aber atmosphärisch dichter Kammermusik. Damit passt er hervorragend zu Labelkollegen wie Hauschka, Max Richter oder Peter Broderick, der auf »Lumiere« die Geigen-Parts übernimmt. Eine Szene junger Komponisten, die lässig zwischen Pop-Format und Minimal Music unterwegs sind. Neben seiner Shoegazer-Band Devics veröffentlichte O’Halloran bereits zwei Solopiano-Alben auf dem Cocteau-Twins-Label Bella Union und schaffte es mit einem Stück gar auf den Soundtrack zu Sofia Coppolas »Marie Antoinette«.
Auf »Lumiere« erweitert er sein Soundspektrum und integriert das New Yorker ACME Steicherensemble, das bereits mit Nico Muhly oder Grizzly Bear zusammengearbeitet hat. Die neun Stücke sind weitgehend getragene, eingängige Miniaturen – wunderbar ausgearbeitet und sparsam arrangiert. Auch wenn es bei all dem stimmungsvollen Wohlklang ruhig mehr Reibungspunkte geben dürfte, trifft O’Halloran den Hörer mit dieser zeitlosen Fin-de-Siècle-Romantik ohne jede Frage.
In drei Worten: SALONMUSIK / PIANO / MINIMAL
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