Twilight Singers - Dynamite Steps - Dynamite Steps Artikelbild (groß)
 
BEWERTEN
 

Twilight Singers

»Dynamite Steps - Dynamite Steps«

[Sub Pop / Cargo / VÖ: 18.02.2011 ]

Text: Christian Steinbrink

Der alternde Afghan-Whigs-Sänger Dulli ächzt und schwelgt wieder, so sinnlich wie kein anderer Rockstar.

Im Deutschen heißt es Überlebender, im Englischen kommt die Bedeutung des Begriffs aber besser zur Geltung - Greg Dulli ist ein: Survivor. Ein Typ, der sich von dem Nimbus, ein Randphänomen von Grunge zu sein, hin zu einer der theatralischsten und sinnlichsten Figuren des Rock entwickelt hat. Zu jemandem, dessen Emotionalität so intensiv und spürbar ist wie bei niemand anderem, der Rockgitarren bemüht. Einem Mann, dessen Leiden und Hingabe auf Bühne wie auf Leinwand nie plump, sondern ausschließlich bewegend wirkten.


Dulli musste alt werden und persönliche wie kreative Tiefpunkte erreichen, um sich als Figur und Sänger vollkommen zu entfalten. Nun, mit immerhin 45 Jahren, hat er das geschafft. Das unfassbar gute Projekt Gutter Twins mit Mark Lanegan liegt hinter ihm, und er schließt mit den Twilight Singers auf demselben Niveau von theatralischem Rock an. Um ihn geschart die Dulli-Clique, die wieder mal die Band stellt und ihm die musikalische Bandbreite erlaubt, an der die Afghan Whigs letztlich scheiterten. "Dynamite Steps" klingt nicht neu, kann Dullis unglaubliche Sinnlichkeit aber neu entfachen. Ein Ereignis von einem Album, so offenbar und tief, wie es heute kaum noch vorkommt.

SOUL / TRAGÖDIE / POST-GRUNGE


Fan werden? Anmelden oder einloggen!



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
Twilight Singers, Dynamite Steps
Intro.de Künstlerseite von Twilight Singers
Alle Artikel von Christian Steinbrink
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
 
Anzeige
 

Spalter: Platte und Film des Monats

Spalter: Platte und Film des Monats

Das Intro-Streitgespräch: Jeden Monat eine neue Platte, ein neuer Film und unterschiedliche Meinungen. [...mehr]