Wanda Jackson
»The Party Ain't Over«
[Third Man / Nonesuch Records / Warner Music / VÖ: 28.01.2011 ]
Text:
Peter Flore
Die Rockabilly-Queen (Jahrgang 1937) macht gemeinsame Sache mit Mr. White Stripes. Und es klingt genau so, wie man sich das in verwegenen Träumen ausmalen würde. Heimliches Highlight des noch jungen Jahres.
Wir erinnern uns. Bzw. nicht, aber wir können als Spätgeborene ja nachgucken: 1958 war das, als Wanda Jackson mit ihrer Version des zuvor schon vom King interpretierten "Let's Have A Party" ihren größten Hit hatte. Jackson (Jahrgang 1937) hat nun etwas gemacht, das auf den ersten Blick als Überraschung gelten mag, auf den zweiten aber als zuletzt durchaus gängige Methode für eigentlich auf dem Abstellgleis rangierende Alt-Internationale. Sie hat sich einen Produzenten geleistet, der es wirklich drauf hat und mit dem eigentlich gar nix schiefgehen kann.
Jack White, der alte Tausendsassa, macht dann auf dem trivialerweise "The Party Ain't Over" betitelten Comebackalbum auch: Alles richtig. Und nix geht schief. "The Party Ain't Over" klingt wie eine etwas krakeelige Version eines Tarantino-Soundtracks, ein bierseliger, rauchiger Dauer-Twist, Country- und Blues-Wahnsinn. Kann man genau so machen. In "You Know I'm Not Good" steckt ganz viel Amy Winehouse, der besoffene Jodel-Rausschmeißer "Blue Yodel #6" setzt allem die Krone auf. Kann man sich getrost jetzt schon auf die Jahresbestenliste 2011 setzen, ohne Scheiß.
In drei Worten: TWIST / AND / SHOUT
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