I Blame Coco
»The Constant«
[Island / Univseral / VÖ: 18.02.2011 ]
Text:
Maja Schäfer
Coco sollte sich höchstens dafür »blamen«, ein charmantes Pop-Album gemacht zu haben, das hier und da ein wenig zu sehr das Eurodance-Revival zelebriert.
I Blame Coco, du auch? Aber was hat Summer alias Coco, Tochter von The-Police-Dinosaurier Sting, eigentlich verbrochen, dass ihr Bandname schon als Selbstanzeige daherkommt? Gar nicht so leicht zu beantworten. Die maskuline und verrauchte Stimme der 20-Jährigen, die tatsächlich stark an Regenwaldretter-Papa erinnert, hat enormen Wiedererkennungswert und ist eine angenehme Abwechslung zum üblichen Pop-Sopran-Singsang.
Darüber hinaus schafft es Coco mit »The Constant«, eine Pop-Electro-Platte abzuliefern, die sich vor der Klasse von Debüts der Reihe La Roux oder Marina And The Diamonds nicht verstecken muss. Was originelles Texten und eingängige Melodien angeht, kann sich Coco gar am selbst erklärten Vorbild, dem allmächtigen Pop-Fembot Robyn, messen lassen. Selbige hat sie prompt davon überzeugen können, bei der Single »Caesar«, dem selbstironischen Glanzstück des Albums, mitzuwirken. »Can you fly? I thought Robins could fly ...«, fragt Coco da, Kollegin Robyn kommentiert diese Bemerkung nur mit einem verwirrten »huh«? Coco sollte sich höchstens dafür »blamen«, ein charmantes Pop-Album gemacht zu haben, das hier und da ein wenig zu sehr das Eurodance-Revival zelebriert. Hey, da gibt es allerdings weit schlimmere Vergehen.
In drei Worten: STING-DYNASTIE / SCHULD / POP
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