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Deerhoof

»Deerhoof Vs. Evil«

[Polyvinyl Records / Cargo / VÖ: 28.01.2011 ]

Text: Christoph Büscher

Deerhoof sind Superhelden des schrägen Experimental-Rocks und retten die Welt. Das Böse muss zurückgeschlagen werden.

Quirlig, freudig und lärmig zugleich. Deerhoofs Musik strahlt eine Energie aus, die sowohl aufkratzt, begeistert und glücklich macht. Die vier Kalifornier nehmen sich drei Jahre nach ihrem letzten Erfolg »Offend Maggie« wieder alle Freiheiten und mixen fröhlich experimentelle Noise-Loops mit eingängigen Pop-Melodien und schrägen Gitarren-Riffs. Zwölf Songs, knapp eine halbe Stunde, das ist ein ordentliches Tempo. Stichwort: Achterbahnfahrt.


Dass es trotzdem zwischendurch richtig herzzerreißend wird und man einfach nur mitsingen will, dafür sorgt nicht nur der naiv-kindliche Gesang von Sängerin Satomi Matsuzaki. Deerhoof wissen einfach, wie man Pop-Melodien gekonnt zerlegt und so wieder zusammensetzt, dass es an den Bruchstellen so richtig süß wird, an anderer Stelle aber schön kantig bleibt. So schlagen sie das Böse mit der Wunderwaffe des kaleidoskopischen Songs: grell bunt, eingängig, aber immer auch schräg und aufregend anders. Irgendwas stimmt offensichtlich nicht mit dieser Band. Doch dafür liebt man sie ja.

In drei Worten: HYPERAKTIV / KALEIDOSKOPISCH / NOISE-ROCK

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