Thelma & Clyde
»White Line«
[Karmakosmetix / Karmakosmetix / VÖ: 04.02.2010 ]
Text:
Till Stoppenhagen
Veträumter, gefälliger TripHop aus Oslo ohne angestrengten Drang zur Innovation.
Wo sich das im Ursprungsland als Megastars gefeierte Orchester enthemmt zwischen allen Stühlen austobt, geht's beim ebenfalls aus Norwegen stammenden Projekt Thelma & Clyde stringenter zur Sache. Das TripHop-Duo aalt sich in sanft dahinfließenden Sounds aus dicken Synthie-Teppichen und dunklem Frauengesang, gelegentlich abgeschmeckt mit Zutaten wie Wummer-Beats und Tribal-Drums.
Hat man alles schon mal gehört, mehr als einmal, macht aber trotzdem Spaß. Die elf Songs entfalten eine faszinierende, traurige Schönheit, die oft an Laika erinnert. Und die sich auch nicht zu schade ist für etwas gewagte Experimente wie »Crosscheck«, das wie ein Mash-up aus Mitt-80er-Depeche-Mode und HipHop klingt (und nicht so wirklich nach vorne losgeht). Insgesamt keine Herausforderung für die Hörgewohnheiten, aber ein Album, das bei aller verträumten Nettigkeit problemlos den Bauchklatscher ins Seichte verhindern kann.
In drei Worten: BRUTAL / GLAMOUR / SYNTH
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