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Navel

»Neo Noir«

[Nois-o-lution / Indigo / VÖ: 04.02.2011 ]

Text: Denise Schynol

Der Post-Grunge des Trios pfeift auf jegliche Trends, ist alles andere als zeitgemäß, eher aus der Zeit gefallen. Die vier machen trotzig die Musik, die ihnen selbst am besten gefällt.

Die Schweizer Navel haben so einiges durchmachen müssen mit ihrer Band die letzten Jahre: vom Mega-Hipster aufs Abstellgleis insolventer Plattenfirmen bis hin zu Umbesetzungen. Und dennoch bleibt ihr Trademark stabil: Sie zerscheppern die ausgepegelten Idyllen der ganzen fleißigen Egalo-Bands. Düster und komplett bedrohlich grollen ihre Songs auf »Neo Noir«. Der Post-Grunge des Trios pfeift auf jegliche Trends, ist alles andere als zeitgemäß, eher aus der Zeit gefallen.


Die vier machen trotzig die Musik, die ihnen selbst am besten gefällt. Für die Massen können andere produzieren. So dröhnt man durch knochentrockene Wüstenrock-Kantone, erfreut sich an trägen Garage-Blues-Heulern und hektischen Punk-Sägen. Neben der etwas unspektakulären Neu-Interpretation von »Rockin' In The Free World« präsentiert sich »Hunger Child Blues« von Townes Van Zandt als depressiver Schleppkahn, der neue Spuren in längst versandete Kanäle furcht. Ein epischer 20-Minüter zum Abschluss käme nicht unerwartet, entpuppt sich dann aber doch nur als letztes Lied plus Hidden-Track. Das versteckte Stück befeuert noch einmal die eigene Stimmung ins Fatalistischste. Eindrucksvoll.

In drei Worten: SCHEPPERN / SCHWEIZ / POST-GRUNGE

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