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David E. Sugar

»Memory Store«

[Sunday Best / Pias / Rough Trade / VÖ: 19.11.2010 ]

Text: Philip Fassing

David E. Sugar machte sich bisher auf Labels wie Kitsuné und Greco-Roman einen Namen, was bereits einiges über seinen Sound aussagt. Das Debütalbum wirkt dennoch stellenweise wie eine Fahrschulprüfung: solide Kenntnisse am Steuer, aber wenig Mut zur besonderen Geste. Auf der Rückbank sitzen James Murphy und David Byrne, die als Referenzen mitfahren müssen. Soll heißen: Mehr oder weniger zackige Gitarren tänzeln über tight sitzende Beats, während der Motor von pointierten Bassläufen angetrieben wird.


Doch der Gesang bleibt als zentrales Element durchweg farblos und austauschbar. Da schafft auch der versierte Umgang mit den elektronischen Klangerzeugern kaum Abhilfe. Seinem Ruf als Chiptune-Pionier wird Sugar hier sowieso nicht gerecht, das Gefiepe gibt sich jedenfalls auffällig bescheiden. Die größte Ironie birgt aber der Albumtitel »Memory Store«, denn diese Spritztour bleibt nicht länger im Gedächtnis als ein Besuch beim Meldeamt.

In drei Worten: GLÄTTE / SYNTHPOP / DISCO


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