Drums Of Death
»Generation Hexed«
[Greco-Roman / Rough Trade / VÖ: 12.11.2010 ]
Text:
Martin Riemann
Synthiepop, Pacman, Housepartys auf Ecstasy und Voodoo-Rituale am Wochenende. Ein klassisches Teenagerleben in den merkwürdigen 80ern. Colin Baley bringt mit seiner Kreation Drums Of Death von diesem süßen Leben eine ganze Menge rüber, inklusive Totenkopf-Make-up. Auf »Generation Hexed« mischt der in London wirkende Schotte seine immer ein wenig in Richtung Popschnulze tendierenden Croonerkünste manchmal überraschend, manchmal gefällig mit Elementen von frühem House, Dubstep und sonstigen Tunnelbeats.
Alles an Baleys Outfit ist entsprechend glamourös, düster und immer state of the art produziert. Also, was vor 30 Jahren so state of the art war ... Freuen können sich u. a. Freunde von John Foxx, Depeche Mode, Talking Heads, LCD Soundsystem (die besonders) und auch von Gonzales, denn der steuert zum hymnischen »Voodoo Lovers« eine recht emotionale Klavierminiatur bei. Das Album kann zwar die weirde Raffinesse des Openers »Karaoke« nicht über die ganze Länge halten, doch Baleys clevere Produktionstechnik lässt einen auch bei den etwas schwächeren Stücken nicht ganz vom Haken.
In drei Worten: SYNTHIEPOP / SCOT-ACID / VOODOO-PRIESTER
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