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Broken Records

»Let Me Come Home«

[4AD / Beggars / Indigo / VÖ: 22.10.2010 ]

Text: Holger Wendt

Wenn man so lange mit The National rumgekumpelt hat wie die Edinburgher Broken Records, dann kann man verstehen, warum Letztere auch in puncto Sound ihren amerikanischen Wahlverwandten in nichts nachstehen wollen. Zu anziehend ist das Korsett der Brooklyner, um sich nicht darin wohlzufühlen. Doch lassen sich die cinemascopen und barock orchestrierten Soundcollagen auf »Let Me Come Home« natürlich nicht so einfach auf ein The-National-Plagiat herunterbrechen, denn dafür sind Broken Records einfach zu versiert.


Und spätestens, seitdem man ihnen im Zuge der Veröffentlichung ihres Erstlings (»Until The Death Begins To Part«) den bitteren Beinamen »die schottischen Arcade Fire« gegeben hat, auch zu vorbelastet. Soundtechnisch gehen die Schotten auf »Let Me Come Home« neue Wege: Die Opulenz des Debüts hält sich nun bedeckt im Hintergrund und weicht einer raueren Atmosphäre, die in »Modern Worksong« und »A Darkness Rises Up« ihr volles Potenzial entfaltet. Irgendwie mitreißend, aber mindestens genauso vorhersehbar.

In drei Worten: KUMPELKULT / SCHOTTLAND / MELANCHO-FOLK

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