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Superchunk

»Majesty Shredding«

[One Four Seven / Soulfood / VÖ: 01.10.2010 ]

Text: Felix Scharlau

Wie selbstverständlich klingt die 90er-Band immer noch wie vorgestern - und begeistert damit. Ewig gestrig, ewig gut.

Wäre das Grunge-Revival jemals gekommen - Superchunk wären große Profiteure gewesen. Aus dem einfachen Grund, weil sie niemals Grunge gemacht haben, sondern das, was man in der altersmilden Retrospektive viel lieber damit verbinden möchte. Keine grellen, mies gelaunten Gitarren - Zucker-Refrains, die sich noch an Feedback-Gitarren und lange Soli schmiegten, als diese schon völlig außer Mode waren.


Und Humor hatte die Band aus Chapel Hill auch noch. Superchunk waren einst Indiefan-Darlings in der Nische der Nische und spielten auf Deutschland-Tourneen vor wenigen hundert Leuten. Jetzt, neun Jahre nach einem nicht ganz so guten letzten Album, hatten die vier mittlerweile sehr Erwachsenen Lust auf ein Comeback. "Majesty Shredding" fällt, wenig überraschend, völlig aus jedem Raum-Zeit-Gefüge: Das Schlagzeug bollert, Mac McCaughans Kopfstimme schreit sich heiser, die Big-Muff-Gitarre schraubt sich wieder und wieder aggressiv nach vorne. Mit welcher Leichtigkeit Superchunk immer noch begeistern können, ist fast erschreckend. Ewig gestrig, ewig gut.

In drei Worten: Neunziger / Sägend / Schweine-Indie

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