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Styrofoam

»Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers«

[Nettwerk / Soulfood / VÖ: 22.10.2010 ]

Text: Sebastian Ingenhoff

Das Konzept "maximaler Aufwand gleich maximalgroßer Pop" geht in dem Fall leider absolut nicht auf.

Nachdem die Karriere auf Morr Music noch mit deutlich experimentellerer Musik begonnen hatte, suchte Styrofoam auf seinen letzten Alben mehr den großen Popsong. Sein mittlerweile sechstes Album "Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers" treibt es nun auf die Spitze: Arne Van Vetegem möchte sich in fast jedem Song vor New Order verbeugen, selbst sein Gesang erinnert immer mehr an Bernard Sumner.


Doch die Produktion ist viel zu glatt, alles ist großkotzig aufgetragen, von allen Seiten dröhnen die titelgebenden Disco-Synthesizer, überall Vocodereffekte, in jedem Song sind gefühlte tausend Instrumente am Werk. Der Belgier holt sich sogar drei Schlagzeuger als Gäste ins Boot, allesamt von Bands, die man kennen könnte (Sex Pistols, Devo, Jimmy Eat World). Aufgenommen wurde in Hollywoods TTG/WAX-Studios, Herrgott. Klar, musikhistorische Bedeutung, muss man mal reingefurzt haben als weltmännischer Musiker. Aber mit welchem Nutzen? Praktizierter Größenwahn kann ja toll sein, wie man zuletzt bei Hurts gesehen hat, wenn aber die Songs nicht gut genug sind, kann man noch so dick auftragen. Das Konzept "maximaler Aufwand gleich maximalgroßer Pop" geht in dem Fall leider nicht auf.

In drei Worten: Maxi / Multi / Pop

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