Brian Eno with Jon Hopkins & Leo Abrahams
»Small Craft On A Milk Sea«
[Warp / Rough Trade / VÖ: 29.10.2010 ]
Text:
Mario Lasar
Abstrakte, von Keyboards getragene Musik, die sich durch wechselnde rhythmische Muster und Intensitäten bewegt. Zuerst noch von einer beatlosen, watteartigen Weichheit geprägt, beginnt das Album ab dem vierten Stück eine bedrohliche, schroffe Ästhetik voller schleifender Soundscapes und gebrochener Rhythmen zu entwickeln.
Abstrakte, von Keyboards getragene Musik, die sich durch wechselnde rhythmische Muster und Intensitäten bewegt. Zuerst noch von einer beatlosen, watteartigen Weichheit geprägt, beginnt das Album ab dem vierten Stück eine bedrohliche, schroffe Ästhetik voller schleifender Soundscapes und gebrochener Rhythmen zu entwickeln. Just, als man sich fragt, warum die Daunendecken-Harmonien, in denen man gerade anfing, sich wohlzufühlen, so abrupt übergehen müssen in stachelige E-Gitarren, kehrt die Musik zurück zum Kuschelfaktor zehn.
Das angenehme Gefühl gewisser Verlorenheit stellt sich ein, ein unmittelbares Resultat des Fehlens von Orientierungshilfen wie Gesang oder Strophe/Refrain/Strophe-Schemata. Gerade der Umstand, dass die Stücke nicht auf einen Höhepunkt, den Refrain als Orgasmus, hinarbeiten, macht sie auf interessante Weise asexuell. Stattdessen richtet sich die Musik in vielschichtig strukturierten zirkulären Loops ein, die irgendwo anfangen und irgendwo aufhören, ohne dabei auf Melodien zu verzichten .
In drei Worten: Ambient / Zirkuläre Loops / Blade Runner
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