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Black Mountain

»Wilderness Heart«

[Jagjaguwar / Cargo / VÖ: 17.09.2010 ]

Text: Peter Flore

Modern ist out: Mit dieser Band möchte man alt werden, und zwar am liebsten morgen.

Sabbath, Purple, Floyd: Die Koordinaten stimmen zwar immer noch, nur haben die Kanadier Black Mountain mittlerweile ihren eigenen Platz in diesem Pantheon gefunden - obwohl sich auch "Wilderness Heart", das mittlerweile dritte Album des sympathisch-hippiesken Kollektivs, weiterhin bei den genannten Einflüssen bedient. "The Hair Song" ist die bisher wohl größte Annäherung an Radiotauglichkeit, und das ist durchaus als Kompliment gemeint, denn die schillernden Songs der vier verdienen maximale Aufmerksamkeit. Überhaupt ist die Zeit doch wieder reif für verkiffte Gitarrenriffs, Deep-Purple-Schweineorgel und wabernde bis drogenumnebelte, sogenannte "zeitlose" Rockmusik. Stichwort: Nachhaltigkeit statt ein Verfallsdatum zwischen Zwölf und Mittag. Black Mountain sind dahingehend also nicht retro, sondern auf ihre Weise moderner, als ihnen vermutlich lieb ist. Und wo sich das Quintett aus Vancouver einst in Über-Zehnminütern erging, regiert heute die magische 3:30-Grenze. Also alles etwas mehr auf den Punkt. Sagen wir es, wie es ist: Mit dieser Band möchte man alt werden, und zwar am liebsten morgen.

In drei Worten: Schweine / Kiff / Orgel-Hippies

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