Fran Healy - Wreckorder Artikelbild (groß)
 
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Fran Healy

»Wreckorder«

[Ryko / Warner / VÖ: 05.10.2010 ]

Text: linus volkmann

Neko Case singt ein Duett, und Sir Paul McCartney spielt auf einem Stück die Gitarre. Rundum also ein gediegener Spaß für Pop-Senioren.

Das Cover ziert eine Maxell-Kassette. Ähnlich puritanisch und anachronistisch startete vor über zehn Jahren die Karriere von Fran Healys Band Travis – mit der Single „All I Wanna Do Is Rock“. Dort damals abgebildet: ein Retro-Drumkit. Von dem Wunsch nach Rock hat sich Fran 2010 allerdings sehr weit entfernt. Wie nach den eher schwächeren letzten Travis-Veröffentlichungen zu erwarten war, präsentiert sich sein Solodebüt balladesk, elegisch, ja, mitunter hoffungslos dudelig. Healy, der ohnehin im letzten Jahrzehnt als Charts-Bandleader in Hundejahren gealtert zu sein schien, trägt mittlerweile Hut, graues Haar, grauen Bart.


Sein Talent für die kleine Melodie und die markant zarte Stimme ist ihm geblieben. Und macht „Wreckorder“ zu einem – schon wieder dieses Wort – hoffnungslos uncoolen, aber nicht weniger netten Kleinod aus moderatem Pop-Country. Neko Case singt ein Duett, und Sir Paul McCartney spielt auf einem Stück die Gitarre. Hebt an, das Glas Rotwein am Kamin – hier kommt der gediegene Spaß für Pop-Senioren.

In drei Worten: Grau / McCartney / Pop-Country

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