Brandon Flowers
»Spalter: "Flamingo", Pro & Contra«
[Island / Universal / VÖ: 03.09.2010 ]
Text:
Christian Steinbrink,
linus volkmann
Brandon Flowers folgt dem Credo Freddie Mercurys. So klingt der ultimative Popstar - unter Verzicht auf lästige geschmäcklerische Schnörkel.
Pro:
In einem TV-Interview meinte Freddie Mercury seinerzeit, dass Musiker, die sagen, lieber in kleinen Clubs aufzutreten, Opportunisten seien. Wer ein richtiger Rockstar werden will, dem können Bühne und Publikum nicht groß genug sein. Für von Punk infizierte Musiker mag diese Aussage unwahr sein, auf Brandon Flowers trifft sie aber zu.
Seine Band The Killers wuchs rasend schnell in pompöse Dimensionen, und solo gibt er dem Impuls nach Akzeptanz bei der Masse nun mit einer pathetischen Ehrerbietung an seine Heimatstadt Las Vegas vollends nach: Rockgitarren sind aus seinen Songs verschwunden, stattdessen enthält "Flamingo" strahlende Pop-Hymnen. Stücke wie "Hard Enough" sind so unnachahmlich theatralisch, dass Flowers womöglich sogar derjenige sein kann, der in puncto Bühnenpräsenz die Nachfolge Mercurys antritt. Das ist nicht ohne Reiz und nur folgerichtig. Enttäuschte alte Fans haben The Killers einfach immer nur falsch verstanden.
Christian Steinbrink
In drei Worten: Wüste / Reagenzglas / Reißbrettrock
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