Grinderman
»Spalter: "Grinderman 2", Pro & Contra«
[Mute / EMI / VÖ: 10.09.2010 ]
Text:
linus volkmann,
Carsten Schumacher
[2 Kommentare]
Boshafter und übellauniger noch als auf dem Debüt poltern die alten Männer wie betrunken durch die eigene Ruhmeshalle.
Pro:
Alte Männer, unschön, rücksichtslos, grantig, läufig, dekadent, haarig, lärmend, stolpernd, trinkend, selbstverloren um sich schlagend. Irgendwie anders als straff sitzend, im Hello-Kitty-Look nach Seife duftend. Und auf „Grinderman 2“ hat man das Gefühl, dass sie noch viel weniger Musik für andere machen, dass sie noch viel weniger gemocht werden wollen. Eigentlich ist es eine schöne Platte, um im sturztrunkenen Zustand mit einer Flasche Whiskey in der Hand um sich selbst zu tanzen und dabei sämtlichen Nippes aus den Schränken zu kicken.
Es ist tatsächlich, als würde die Band einmal mit dem Baseballschläger durch die Ruhmeshalle der Bad Seeds fegen. Als wäre ihnen der Albumvorgänger bei Hörern und Kritikern noch zu smooth reingelaufen. Ein Schlachtfeld der Boshaftigkeiten, eine Mischung aus Jammen und Kotzen, ein grollender Fuck-you-Blues, der nur nach hinten raus wenige harmonische Momente zulässt. In diesem Sinne: Kontra-Kritik, piss off!
Carsten Schumacher
In drei Worten: Knarrend / Übellaunig / Rücksichtslos
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hansmoleman 23.08.2010 | 20:06:00
...behaupte ich mal so.
oha! jemand, der nick cave noch nie mochte, mag ihn auch jetzt nicht. was sagt das jetzt über das album?
Reverend 23.08.2010 | 21:37:49
war immer aufrichtig
Nix, aber ist sehr lustig zu lesen.





