Pulled Apart By Horses
»Pulled Apart By Horses«
[Transgressive / Coop / Universal / VÖ: 30.07.2010 ]
Text:
Ulf Imwiehe
Schlechte Laune kann so anregend klingen, wenn auf der Bühne die Gitarren bluten.
Dem Vernehmen nach sind die Konzerte dieser stinksauren jungen Menschen aus Leeds autoaggressive Spektakel, gegen die selbst At The Drive-In zu ihren akrobatischsten Zeiten wie die Jahreshauptversammlung des Status-Quo-Fanclubs Bad Fallingbostel gewirkt haben sollen. So mit rausgerissenen Haarbüscheln, Blut und kaputt gehauenen Knochen auf der Bühne. Diese Energie wurde zwar auf das Album hinübergerettet, das Resultat klingt jedoch nie bedrohlich oder gar zerstörerisch, sondern einfach nach schlecht gelauntem Noise-Punk mit ordentlich Rotz und Drive.
Das knallt, wurde aber etwa von McLusky, die eine sehr ähnliche Herangehensweise an krachigen, aber catchy Destrukto-Core hatten, ungleich kraftvoller und ausgeklügelter umgesetzt. Allerdings ohne diese irrsinnige Hysterie, die PABH eine Menge zusätzlichen Charme verleiht. Und selbst wenn einige Parts weniger zwingend klingen und bei allem geilen Geschrei die Dringlichkeit der großen Vorbilder, zu denen man sicher auch Refused zählen kann, nie ganz erreicht wird – live dürfte dieser Scheiß so was von explodieren!
In drei Worten: Krachen / Schreien / Kollateralschaden-Core
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