The Flaming Lips & Stardeath And The White Dwarfs
»The Dark Side Of The Moon«
[Warner / VÖ: 27.08.2010 ]
Text:
Martin Büsser
Die Flaming Lips machen aus dem entrückten Pink-Floyd-Klassiker ein handfestes Indierock-Album.
Wenn schon mehrere Tonträger im Jahr aufnehmen, dann sollten diese wenigstens, so werden sich die Flaming Lips gesagt haben, vom Konzept her unterscheidbar sein. So wurde unter Mithilfe von Henry Rollins und Peaches (die beide allerdings nicht wirklich herauszuhören sind) der Pink-Floyd-Klassiker von 1973 vom ersten bis zum letzten Ton gecovert. Aber lässt sich dem perfekten, letztlich radikal cleanen Original überhaupt irgendetwas hinzufügen?
An Coverversionen solcher Megaalben muss eigentlich jede Band scheitern. Deshalb haben die Flaming Lips erst gar nicht versucht, sich der Überwältigungs-Ästhetik des Originals anzunähern. Mit sehr viel weniger Budget haben sie einfach ihre Indie-Version von Pink Floyd abgeliefert, mit sehr vielen Samples, verfremdeten Stimmen und Gitarrenfeedbacks. Alles ist viel unsauberer und verhuschter, improvisierter und „mittelmäßiger“ als das Original, aber dadurch auch weit vom Plagiatsvorwurf entfernt. Die Sache ist deshalb mehr als ein Pennäler-Gag, weil die Nummern einfach gut bleiben, selbst als rumpelnde Garage-Psych-Versionen.
In drei Worten: Psych / Pink / NASA-Rock
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