Erdmöbel
»Krokus«
[Edel / VÖ: 17.09.2010 ]
Text:
Verena Reygers
[2 Kommentare]
Deutschpop, der Stehbluestänzer vom Parkett fegt. Widerstand zwecklos.
Gemeinsam sind wir einsam – das war gestern. Denn mit ihrem achten Album treten die Kölner DDR-Särge der Melancholie gehörig auf die Füße. Selbst zu einem Statement wie „Das Leben ist schön“ lässt sich Songdichter Markus Berges hinreißen. Und auch sonst: ein aufgeregtes Klavier im Niederrheinexpress, Bossa-Nova-Flair, bewährtes Easy Listening und das erste Instrumentalstück der Bandgeschichte. Das heißt übrigens genauso wie das Buch, mit dem Berges zeitgleich zum Album debütiert.
Wurde auch Zeit, dass der Mann das macht. Allein wegen Zeilen wie dieser: „Das Haus hat geknistert und verpiss dich geflüstert.“ Da werden Wortklaubereien zum bittersüßen Schmelztiegel und selbst die „Ausstellung über das Glück“ im Hygienemuseum Dresden zum Tanzsalon, in dem die Bläser einem den Rock glatt streichen. So kompakt und selbstbewusst waren Erdmöbel noch nie. Klingt blöd, stimmt aber. Finden auch die Macher: Kompromissloser, direkter, auch „aggressiver“ sei die neue Platte. Adieu Tristesse!
In drei Worten: Niederrheinexpress / Knistern / Easy Listening
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eule1969 17.10.2010 | 22:11:08
subversiv
Meine platte des jahres!! Unglaublich wie das album mich gepackt hat, läuft non-stop!!
RadeBrecht 17.10.2010 | 22:54:40
Danke, Sie können rühren.
Ich verstehe den Sänger so schlecht. Entweder nuschelt er oder ist irgendwie zu weit in den Hintergrund gemischt oder so. Und manchmal sind mir die Songs (musikalisch) zu glatt, aber ich höre das Album wirklich gerne.
Das ist so lebensbejahend...





