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Allo Darlin’

»Allo Darlin’«

[Fortuna Pop / Cargo / VÖ: 03.09.2010 ]

Text: Felix Scharlau

Perfekt geeignet zur Beschallung des Hauchlochs auf der Fensterscheibe oder dem verspäteten Zug, in dem der oder die Liebste sitzt. Sonst eher keine klassische Gebrauchsmusik.

Was hat uns von Belle & Sebastian einst noch mal so abhängig gemacht? Am ehesten die wunderschön inszenierte Harmlosigkeit. Liebliche Songs, denen Unvorhergesehenes fremd war. Die nur einlullen wollten, sodass selbst die gar nicht wenigen schnelleren Stücke wie die Superzeitlupe eines Hugh-Grant-Films wirkten. Mit Allo Darlin’ gibt es nun reichlich unverhoffte Erben jenes Kuschel-Gestus’. Schon die nicht auf dem Debütalbum enthaltene Vorab-Single („Henry Rollins Don’t Dance“) öffnete die Assoziations-Tür zu Belle & Sebastian weit.


„My Heart Is A Drummer“ oder „Dreaming“ untermauern nun das Kapital des mehrstimmigen, multiinstrumentalen Schmacht-Pop – die britischen Medien haben natürlich eh schon angebissen. Und dass es bei und auf „Allo Darlin’“ textlich oft banal zugeht? Etwa kontextlos Verse aus Johnny Cashs „Walk The Line“ oder das offenbar unvermeidliche „Qué Será, Será“ angesungen werden? Nur kleine Schönheitsfehler. Wer herausgefordert werden will, hört sowieso etwas anderes. Hier spielt die Shuffle-Jukebox geschmackvolle Indie-Seifenoper-Soundtracks.

In drei Worten: Belle & Sebastian / Debüt / Schmacht-Folk

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