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Superpitcher

»Kilimanjaro«

[Kompakt / VÖ: 03.09.2010 ]

Text: arno raffeiner

Superpitcher bleibt seinem ewigen Thema treu: der Liebe. Auf dem schwierigen zweiten Album mit noch perfekteren Formen, noch mehr Schmerz.

Nadel im Herzen, große Schmerzen. Die Voodoo-Logik von Aksel Schaufler alias Superpitcher leuchtet jedem ein, dessen Innerstes nicht aus Granit oder Kruppstahl ist. Auf seinem lange Jahre nach dem Debüt von 2004 erscheinenden zweiten Album singt er wieder viele schrecklich-schöne Liebeslieder. Sie sind voll von Schwermut, die jedoch in satten Beats und Bässen und überhaupt lauter perfekten Formen verborgen ist und textlich in gerne an der Plattheitsgrenze dahinschlitternde Einzeilenpoesie gepackt wird.


Da ist in jeder Silbe, in jedem Ton der Mut zum Einfachen und Schönen zu spüren, den Superpitcher aufbringen muss. Die Seelenpein aus dem angesprochenen Eröffnungsstück mit der Nadel mündet folgerecht in formvollendetes Geheule: „Why do you, why do you voodoo?“ So, wie die Stücke zwischen innerer Schlichtheit und äußerlicher Perfektion gefangen sind, so stellen sie sich auch mitten in die Schnittmenge von Song und Track. Eigentlich ist „Kilimanjaro“ voll von verschmitzten Popideen, die konsequent auf Acht-Minuten-Epik für die Tanzfläche gestreckt werden.

In drei Worten: Liebesdesaster / Wohlklang / Tanz

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