Jamaica
»No Problem«
[V2 / Coop / Universal / VÖ: 20.08.2010 ]
Text:
Aida Baghernejad
[3 Kommentare]
Schön gitarrig, schön französisch, schön tanzbar, das war’s.
Es gibt Bands, die bestechen einfach nur durch ihre Musik. Und es gibt Bands, die überzeugen erst live, wenn man ihre hübschen Gesichtchen dazu sehen kann. Jamaica, vormals Poney Poney, sind so ein Fall. Jamaica? Nein, es erwarten den geneigten Hörer keine bekifften Insel-Tunes, sondern Gitarre, Bass, Schlagzeug und Piano – très français, très sexy, très analog. Die Produzenten Peter J. Franco und Xavier de Rosnay von Justice waren nämlich der Legende nach nur unter der Prämisse „Synthesizerfreiheit“ bereit, mitzuarbeiten.
Irgendwie hat man das miese Gefühl, vieles schon mal gehört zu haben, was aber nicht heißen soll, dass die ganze Sache keinen Spaß machen würde. Nur ist innovativ etwas anderes. Jamaica machen alles richtig, und vielleicht ist auch genau das ihr Problem: Die Platte ist gut, Hits sind dabei, Ohrwurmpotenzial auch gegeben, und die Wiederkehr von Gitarrensolo und staubtrockener Basslinie lässt des Gitarrenliebhabers Herz aufgehen. Die richtigen Produzenten, die richtige Mischung zwischen Justice und Phoenix und als Sahnehäubchen genau das richtige bisschen französische Sexiness in der Stimme lassen kaum Wünsche offen. Aber irgendwie ist das alles zusammen so glatt, dass man Angst bekommt, auszurutschen.
In drei Worten: Tanzbar / Französisch / Indierock
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Kommentare
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snorej 26.08.2010 | 22:11:47
schon bös der phoenix abklatsch.
audiollama 30.08.2010 | 16:48:49
Die erste Single fand ich echt ganz gut, aber als ich mir das Album mal ganz angehört hab ists mir doch schnell auf den Keks gegangen. Das mit dem Phoenix Abklatsch kann man unterstreichen.
otic 31.08.2010 | 16:25:35
You can call me John!
Hört aber gut auf, das Album.





