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ZPYZ

»2080«

[ZPYZ / Warner / VÖ: 23.07.2010 ]

Text: Klaas Tigchelaar

Zuckerwattepop im Neonlicht der Sampler-Kultur, nett und mitunter staubig.

Buchstaben, Zahlen und grafisch vorformatierte Standards auf dem Cover – wenn da mal nicht den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts zugejubelt wird. Ist natürlich auch so. Locke und Ivan, „die waschechten Berliner Schnauzen hinter ZPYZ“, so das Label-Info, greifen bei der 80er-Wave-Disco zwar mit gierigen Händen zu, klingen ansonsten erfreulicherweise recht untypisch nach Berlin, was in diesem musikalischen Kontext vielleicht auch schon wieder schade ist.


Die Schnauzen präsentieren schmale Rhythmen, kleine Melodiebögen und mit Teppichflusen versehene Gitarreneskapaden, alles im Electro-Rock-Kontext mit leichter Abspack-Neigung aufbereitet. Da darf auch der Urtyp des Sampler-Sequencers von Akai mit seinen zahlreichen Tastenfeldern zum Draufklöppeln nicht fehlen. Denn obwohl das alles nach Haarspray, Neonröhrenlicht und quietschendem Synthie-Inferno durftet, hat sich auch in der Popper-Kultur das eine oder andere Kult-Gerät herausgebildet. Netter Peaktime-Partysound mit viel Glam, Electro und ein bisschen staubigem Gitarrenrock.

In drei Worten: 80er / Hauptstadtschnauzen / Drumcomputer

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