PVT
»Church With No Magic«
[Warp / Rough Trade / VÖ: 09.08.2010 ]
Text:
Thomas Bläsen
Konzentriert auf wuchtige Synths und strenge Beatkonstruktionen, liefern PVT ein energetisches, düster treibendes Post-Whatever-Album ab.
Druckvolle, peitschende Beats, wenig Gitarre, brachiale Synths, wilde Arpeggioläufe und vor allem das Element des Gesangs zeichnen das neue Album von PVT – ehedem Pivot – aus. Das Streichen der Vokale, eine Folge namensrechtlicher Animositäten mit einer Band aus den Staaten, wirkt aber vielmehr passend als erzwungen, denn das Trio aus Australien bzw. neuerdings teilweise London hat durchaus nicht nur nominell einen Wandel durchlaufen: Durch interessante Arrangements und nachvollziehbares Songwriting, das den Wegfall der Prog- und Mathrock-Elemente mit sich bringt, öffnet sich der PVT’sche Referenzkosmos deutlich in Richtung Pop.
Dabei stehen ineinander verschachtelte Melodien reduzierten, treibenden Beatkonstruktionen gegenüber. Insgesamt ein wuchtiges, druckvolles Gesamtwerk, das in sich geschlossen und fast hermetisch wirkt und dabei doch auf so vieles hindeutet und verweist. Der Über-Hit mag fehlen, das stört jedoch nicht im Geringsten, im Gegenteil, daraus bezieht „Church With No Magic“ seine ganz eigene intensive Sogwirkung. Ganz starke und schlüssige Neuerfindung.
In drei Worten: Orgel / Dunkelheit / Beatprogpop
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