Melvins - The Bride Screamed Murder Artikelbild (groß)
 
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Melvins

»The Bride Screamed Murder«

[Ipecac / Soulfood / VÖ: 04.06.2010 ]

Text: andreas schnell

Pastoraler Folk? Melvins, geht’s noch? Aber eine neue Platte bedeutet immerhin auch eine neue Tour, auf der kann man sich das fehlende Amusement ja zurückholen.

Nach Nebenwerken wie der Bühnen-Reproduktion von „Houdini“, dem Krachbient-Exerzitium „Colossus Of Destiny“, zuletzt dem Remix-Album „Chicken Switch“ und davor der Rückbesinnung auf Rock in zwei Studioalben mit Big-Business-Verstärkung war doch nach wie vor die Frage: Geht da noch was? Die Antwort: Verschiebungen. Kleinigkeiten – durchaus ergötzliche. „Here we go“ und „We are ready!“ grölen sie im Opener „The Water Glass“ und noch mal im Chor. „My Generation“ (doch doch, das Ding von The Who) gibt es als abgehangenen Stoner-Blues mit Fragezeichen.


Am Ende: fast pastoraler Folk, in etwa: Neil Young „Oh, Mother Earth“. Geht’s noch? Natürlich: schon irgendwie geiler Spaß. Und darin, dass sie unbeirrt maßvoll exzentrische Kreise ziehen, auch noch interessant. Andererseits inzwischen einen Schritt näher an der Abteilung: Eine neue Platte bedeutet immerhin auch eine neue Tour, auf der wir uns königlich amüsieren können.

In drei Worten: Kleinigkeiten-Core / Stoner-Blues / Pfaffen-Folk

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