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Golden Triangle

»Double Jointer«

[Hardly Art / Cargo / VÖ: 28.05.2010 ]

Text: Martin Büsser

Brooklyn huldigt dem stumpfen Caveman-Rock'n'Roll mit sehr viel guter Laune und female spirit.

Die Gitarren kratzen giftig, stoisch schlägt Sängerin Carly Rabalais dazu ihren Schellenring und singt wunderbare Melodien über ein Gepolter, das sich so dreckig anhört, wie die Clubs in Brooklyn höchstens vor dreißig Jahren einmal gewesen sein mögen. Heute, wo dort niemand mehr auf Konzerten rauchen darf und Brooklyn von den Kindern reicher Eltern bevölkert wird, die sich hier für ein paar Jahre die Hörner abstoßen, bevor es ins geregelte Leben geht, wirken Golden Triangle wie der Widerhall einer längst verschollenen Epoche.


Ihre Musik simuliert zumindest noch einmal den Mix aus Gefährlichkeit und Verführung, angelehnt an Gruppen wie Gun Club, The Cramps und Pussy Galore. Rock'n'Roll der schlammigen Sorte, allerdings frei von Macho-Gehabe, ultraverzerrt, stoisch, ohne Schnörkel und sehr, sehr laut. Dass drei Frauen in diesem sechsköpfigen Polter-Kommando mitspielen, mag ein Grund dafür sein, dass die Musik nie in Stoner Rock abgleitet, sondern sehr viel Witz und Verve besitzt. Minimalismus und Krach sind noch immer eine starke Allianz. Primitive noise for sophisticated people.

In drei Worten: Female / Caveman / Rock

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