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The Infesticons

»Bedford Park«

[Big Dada / Rough Trade / VÖ: 14.05.2010 ]

Text: marco fuchs

Für schlecht gelaunten 70er-Rock ist ebenso Platz wie für funkige Wellnesshymnen und fidelen Punk. Der HipHop-Ladd weiß alles, Ladd kann alles.

Mike Ladd beschließt die übermütige Infesticons-Party nach einem Jahrzehnt mit dem dritten und letzten Album. Nach "Gun Hill Road", dem Jahrtausendwechsel-Statement der New Yorker Szene mit Company Flow, Antipop Consortium und Saul Williams, und der aufgedrehten Majesticons-Party-Platte "Beauty Party" jetzt also "Bedford Park". Nichts für zartbesaitete Gemüter, denn Ladd dreht am großen Rad.


Saul Williams ist wieder am Start, ebenso Juice Aleem, Creature und Seraphim. Knackiger New-York-HipHop wird versprochen und gehalten. Doch der Spaziergang im Bedford Park ist mehr: Für schlecht gelaunten 70er-Rock ist ebenso Platz wie für funkige Wellnesshymnen und fidelen Punk. Ladd weiß alles, Ladd kann alles. Sensationell wird es allerdings vor allem dann, wenn bei "Dirty Ol' Men Anthem" und "Hang It Up Anthem" die brachiale HipHop-Keule ausgepackt und auf vier Minuten konzentriert all das reingepackt wird, was die New Yorker Szene ausmacht: humorvolle und punktgenaue Texte auf kopfspaltenden Beats.

In drei Worten: HipHop / New York Scene / Spaßprojekt

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