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Holy Fuck

»Latin«

[Young Turks / Beggars Banquet / VÖ: 14.05.2010 ]

Text: Thomas Venker

Holy Fuck geben dem Postrock die Euphorie-Peitsche, setzen Bass, Schlagzeug und Keyboards dynamisch in Szene, lassen Atmosphäre und Ekstase gleichberechtigt zu.

Das geht aber auch immer schneller, dass man vom Newcomer zum Auslaufmodell wird. Kaum zwei Alben draußen, heißt es: ab aufs Abstellgleis. Die Jugend von heute - schon 'ne krasse Bande. Insofern können sich Holy Fuck freuen, dass sie trotz fünf Jahren und zweieinhalb Alben auf dem Buckel noch immer als Geheimtipp gelten, dessen Name sich auf den einschlägigen Festivals die einschlägigen Typen zuflüstern.


Warum sie aber noch nicht so richtig durchgebrochen sind, ist ehrlich gesagt ein Rätsel. Holy Fuck geben dem Postrock die Euphorie-Peitsche, setzen Bass, Schlagzeug und Keyboards dynamisch in Szene, lassen Atmosphäre und Ekstase gleichberechtigt zu. Wobei man auf "Latin" den Einfluss des zum Duo aus Graham Walsh und Brian Borcherdt hinzugekommenen ehemaligen Drummers der Touch&Go-Band Enon, Matt Schultz, heraushört. So gelingt es Holy Fuck, das Potenzial der Aufnahmen an die Live-Erlebniswelt, wo sie immer auf diverse Gastmusiker zurückgreifen und so die Zuschauer geradezu schwindelig grooven, heranzuführen und trotzdem mit den digitalen Effekthaschereien des Studios anzugeben.

In drei Worten: Fuck / Instrumental / Post-Postrock

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