Mathew Jonson
»Agents Of Time«
[Wagon Repair / Al!ve / VÖ: 04.06.2010 ]
Text:
arno raffeiner
Wie man aus der Verspultheit von potenziellen B-Tracks ein komplettes Album bastelt und Dance Music damit zu großem Kino wird - Mathew Jonson macht's vor.
Das typische Zwei-oder-drei-Seelen-wohnen-ach-in-meiner-Brust-Problem vieler Kreativarbeiter muss sich nicht immer in Unentschlossenheit oder Beliebigkeit äußern. Auf den diversen Baustellen von Mathew Jonson sorgt solch eine faustische Ader beispielsweise für die gute Nachricht, dass nach der eben erschienenen, eher mau und unfertig wirkenden zweiten Cobblestone-Jazz-LP nun ein eigenes Album an der Reihe ist - ein durchaus erfreuliches einerseits und ganze neun Jahre nach Veröffentlichung seiner ersten Maxi tatsächlich Jonsons "richtiges" Debütalbum als Solokünstler (eine frühe Track-Sammlung vor allem mit Drum'n'Bass-Rhythmen blieb quasi im Demostadium).
Neben ein paar Dancefloor-Ausreißern wird "Agents Of Time" von atmosphärischen, zarten Klängen dominiert. Was damit zu tun hat, dass einige Tracks auf einer Auftragsarbeit basieren, die Jonson mit den Cobblestone-Kollegen und seinem Bruder Nathan alias Hrdvsion absolviert hat: der Vertonung von Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker "Faust" (1926).
In drei Worten: Zerrissen / Zärtlich / Chill-out-Faust
Fan werden? Anmelden oder einloggen!
Artikel kommentieren
» Mathew Jonson - Agents Of Time für 8.99€ bei iTunes kaufen
» Mathew Jonson - Agents Of Time bei Amazon kaufen
Mehr Infos
Diese User besitzen die Platte
Kommentare
Artikel kommentieren - Mehr Forumsdiskussionen





