Dum Dum Girls
»I Will Be«
[Sub Pop / Cargo / VÖ: 02.04.2010 ]
Text:
Felix Scharlau
Rock-60s-Rückspiegel mit einer Liebe zu den Ramones. Okayes Debüt der Band aus L.A., das unterschwellig nahelegt, doch mal wieder The Raveonettes oder The Pains Of Being Pure At Heart zu hören – zumindest nicht ständig Dum Dum Girls.
Die Dum-Dum-Girls-Songwriterin Dee Dee Penny, die ihre Mitmusikerinnen erst Mitte 2009, nachdem das Debüt schon stand, um sich scharte, gibt schon per Namen die Richtung vor, in die soundmäßig gestoßen wird: massiv nach hinten. Die Band aus L.A. badet im Retro-Sound, in Reminiszenzen an Mono-60s-Rock’n’Roll oder frühen Punk – ein Soundkolorit, das beim Stand heutiger Studiotechnik beachtlicherweise ja erst mühevoll erzeugt werden muss, indem professionell aufgenommene Songs im Reverb-Raum verdichtet und ausgefranst werden.
Das muss zwar nicht, kann einen aber an „I Will Be“ auf Dauer nerven. Denn so manch verwandte Band wie etwa The Raveonettes (die wie diese Platte ebenfalls von Richard Gottehrer produziert wurden) oder The Pains Of Being Pure At Heart atmet den Sound von gestern nie um seiner Ausschließlichkeit willen, sondern weil sie an der Nahtstelle zwischen Einst und Jetzt mit ihrer Version von Pop immer auch nach vorne zeigt. Dum Dum Girls verblassen hingegen zu häufig im geliebten Zitatnebel – auch wenn einzelne Stücke wie „Jali La La“ oder das in kryptischem Deutsch vorgetragene „Oh Mein Me“ wirklich toll sind.
In drei Worten: Schwarz-Weiß-Foto / Fender-Twin-Reve
Termine Dum Dum Girls
21.05.2010 Hamburg, Molotow » Details | Merken | Anreise
22.05.2010 Berlin, West Germany » Details | Merken | Anreise
23.05.2010 München, » Details | Merken | Anreise
10.08.2010 Stuttgart, Schocken » Details | Merken | Anreise
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