Flying Lotus
»Cosmogramma«
[Warp / Rough Trade / VÖ: 30.04.2010 ]
Text:
Andrew Shepherd
[8 Kommentare]
Großneffe der Jazzlegende Alice Coltrane hat viel zu geben, zum Beispiel neue Baustellen, Leichtigkeit und Thom Yorke.
Der musikalische Entwurf des Steven Ellison, bekanntlich Großneffe der Jazzlegende Alice Coltrane, hat auch in dieser Auflage wieder viel zu geben. Zudem präsentiert sich sein drittes Album deutlich aufgeräumter und erwachsener als der Vorgänger „Los Angeles“ und sieht sich galant befreit vom bisherigen Genre-Denken. Gastauftritte von Thom Yorke oder dem ehemaligen Suicidal-Tendencies-Bassisten Stephen „Thundercat“ Bruner werden trotz der fraglosen Unterschiedlichkeit musikalisch perfekt subsumiert in der unglaublichen Leichtigkeit des Albums.
Mit diesem Werk schließt sich Ellisons Dubstep-Jazz-Electronica-Ethno-Kosmos zwar, eröffnet aber parallel Unmengen neuer Baustellen, die es von nun an zu bearbeiten gilt. Viel zu tun, mein Lieber – aber wenn, dann traut man es allein ihm zu. Und dass Flying Lotus irgendwann der große Wurf gelingen wird, ist nach diesem Album offensichtlich – Zeit dafür kann sich der junge Ellison reichlich nehmen, diese nachhaltige Vorgehensweise liegt ja in der Familie.
In drei Worten: Baustelle / Galanterie / Großneffen-Musik
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mellohippo 03.05.2010 | 23:19:19
Duke Of Stratosphear
So, wat sacht ihr denn nu?
Mir wollts ja auch erst ein wenig überladen vorkommen, mit all den Geigen, dem ständigen Slapbass und diesem generellen Sound- und Genre-Overkill, aber nach ein paar Mal Hören kristallisieren sich da plötzlich jede Menge Hits heraus, ja regelrechte Ohrwürmer (besonders die Stücke mit Gesang) sind auszumachen, gar nicht auszudenken, wohin dieses Album nach weiteren Durchgängen noch wachsen wird...
BadBrain 04.05.2010 | 00:44:36
zack! regierung gestürzt.
ich habs in den andren thread geschrieben: ganz und gar großartig finde ich die platte. vom ersten hörgang an. tolle beats, ideen noch und nöcher. mit popappeal und vertrackt zugleich. und ja, die tracks mit gesang sind top! hinterlässt bei mir ein ähnliches gefühl, wie die maxinquaye seinerzeit.
gefällt mir auf anhieb besser als die los angeles, an die ich nur teilweise rangekommen bin.
und edit: das vinyl ist so schick gemacht. endlich hat mal jemand ein stimmiges konzept für die inlays.
Editiert von
BadBrain am 04.05.2010 00:46:07
drivenstate 04.05.2010 | 09:54:51
ich bin hier falsch
ok, bb, ich ziehs mir gleich mal rein
drivenstate 04.05.2010 | 10:49:31
ich bin hier falsch
im zweiten track ist schon mal ein 1A zahnarztbohrer drin.
DAS IST UNANGENEHM.
drivenstate 04.05.2010 | 10:56:45
ich bin hier falsch
im sechsten track ist ein kleines streichorchester
und im siebten thom yorke drin
das ist sehr angenehm.
rockotron 04.05.2010 | 14:18:48
lackaffe
im zweiten track ist schon mal ein 1A zahnarztbohrer drin.
DAS IST UNANGENEHM.
"pickled!", ne!? der ist herrlich anstrengend! bisher neben "dance of the pseudo nymph" mein favorit!
n0m 04.05.2010 | 20:29:36ganz und gar großartig finde ich die platte.
Das dacht ich mir nach den ersten 5 Sekunden dass das ne Platte für dich ist...
Der Zahnarzttrack ist super, mich haben lediglich diese Rave-Alarmelemente irgendwo am Anfang des Albums leicht genervt. Ansonsten wahnsinnige Platte, die aber sehr viel Aufmerksamkeit erfordert. Irgendwas mit denken ist da nebenbei kaum drin.
BadBrain 05.05.2010 | 15:19:42
zack! regierung gestürzt.
pickled könnte auch von squarepusher sein. sehr, sehr geiler track. n0ms these spräche, dass ich beim ersten hörgang nebenbei gearbeitet habe und den zahnarzt nicht mal wahrgenommen hatte.





