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Le Le

»„Le Classics“«

[Gomma / Groove Attack / VÖ: 30.04.2010 ]

Text: Sebastian Ingenhoff

Dieses exzessive Post-NDW-Gehampel der drei Blödelbarden aus der Medienbranche führt geradeaus ins Nichts.

Das Debütalbum des holländischen Bandprojekts rund um den Videokünstler und Illustrator Parra a.k.a. Pieter Janssen erscheint in Deutschland auf Gomma. Mit der Vorabsingle „Skinny Jeans“ hatte das auf Englisch, Deutsch, Französisch und eben Holländisch performende Trio, dessen Name sich auf The The beziehen soll, bereits einen Chartshit. Der Electrotrashpop der drei lebt von den gewollt komischen Texten, die Titel tragen wie „Ich clack dich“ (im Sinne von „Ich fotografier dich“) oder „International Pants“.


In „Sachen“ werden zahlreiche Gerätschaften und Namen von Prominenten aufgelistet, ehe der Refrain resümiert: „Wir haben so viel Sachen und alles ist für mich / Ich war niemals so glücklich / Weil alles ist für mich.“ Die Vorbilder von Le Le stammen offensichtlich auch aus der frühen NDW, als Punk und Kunst eng verbunden waren, man denke nur an Kippenberger als Gesamtkunstwerk im SO36 oder an eine Band wie Die Tödliche Doris. Deren dadaistische Texte und Aktionen waren als bewusste Provokationen und Backpfeifen gegen das Establishment gerichtet. Bei Le Le hat man hingegen mehr das Gefühl, es mit ein paar Blödelbarden aus der Medienbranche zu tun zu haben, deren exzessives Namedropping geradeaus ins Nichts führt.

In drei Worten: Karl / Dall / Pop

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