Julia A. Noack
»69.9«
[Timezone / Timezone Distribution / VÖ: 07.05.2010 ]
Text:
Sandra Brosi
Julia A. Noacks Singer/Songwritertum bringt’s, ohne je dated zu wirken. Was natürlich auch daran liegt, dass das Genre nie mehr wirklich hip sein wird. Der Garant für ein langes Leben!
Wie heißt noch mal dieser eine tolle Typ, der den Soundtrack von P.T. Andersons „Magnolia“ bestellte? Genau! Aimee Mann – und eine Frau war er noch dazu. An deren Höchstleistungen in den späten Neunzigern fühlt man sich unwillkürlich zurückerinnert, wenn Julia A. Noack aufkommt. Mit einer Platte, die heißt wie eine Radiofrequenz, allerdings irgendwas anderes – scheinbar halb Esoterisches – bedeuten soll (Quelle: CD-Info).
Das schmälert den Zweitling der Berlinerin allerdings kaum. Lediglich, wenn sie selbst die Grenze zu Tori Amos oder Alanis Morissette verwischt in einigen Passagen, fürchtet man sich einen Moment vor emotionsplätscherndem Formatradio abseits des Guten. Doch die Kurve wird schnell wieder gekriegt, und viel dichter gesät finden sich die wirklich schönen Momente, in denen jene Julia einen echt kriegt. Die Singer/Songwriter-Kulisse hat immer noch viel aus dem Hut zu ziehen, ohne dabei je dated zu wirken. Was natürlich auch daran liegt, dass sie nie wirklich hip war und sein wird. Der Garant für ein langes Leben! Und für so manche kleine Album-Perle.
In drei Worten: Kurve / Emotions-Push / Singer/Songwriterin
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