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The Rodeo

»Music Maelström«

[Naive / Indigo / VÖ: 23.04.2010 ]

Text: Klaas Tigchelaar

Raumfüllender Anti-Folk, mit Camembert, Preiselbeeren und diesem Wurm aus deiner Tequila-Flasche versetzt.

Dorothée, ihre Akustikgitarre und der vermeintlich skandinavische Strom kommen tatsächlich aus Frankreich. Und eigentlich verweist der Titel auf einen kanadischen Film gleichen Namens, während die Musik recht amerikanisch klingt, Moldy-Peaches-like, mit einigen dicken Country-Schmierereien mittendrin. Endlich mal wieder Dilettantismus abfeiern. Hin und wieder bewusst schief gesungen und dann noch drüber getrötet, aber es wird auch ein bisschen in Pop gemacht. In „Hand Shadows“ beispielsweise trifft man zwischen halben Folk-Überresten auch auf Geigen und Klingeling.


Das ist lieblich – und gesanglich durchaus sehr sympathisch, wenn Chefin Dorothée das möchte. Produziert hat übrigens Stuart Sikes (Cat Power, White Stripes, The Walkmen). Ordnet man die ganzen Komponenten nun zusammen und schaut sich das Gesamtbild an, muss man vor Frankreich dann doch den Hut ziehen. Durch den Verzicht auf Revue-artige Überspitzung klingt „Music Maelström“ tatsächlich eher wie ein geschmeidiger Wüstenritt denn wie ein Rotwein-trunkener Monolog auf dem Banlieu-Balkon.

In drei Worten: Geigen / Klingeling / Folk-Überreste


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