Peasant
»Shady Retreat«
[Paper Garden / Indigo / VÖ: 02.04.2010 ]
Text:
hanna forys
Style von zwischen den Jahrtausenden. Post-“Dawson’s Creek“-Folk, der zurückversetzt in eine Zeit, in der Katie Holmes nur auf dem Schulhof gekannt wurde.
Willkommen in der Welt zwischen den Jahrtausenden, in der Zeit des cleanen Jugenddramas „Dawson’s Creek“, der „X-Files“ und der hysterischen Vorfreude auf den Millenniums-Crash. „Shady Retreat“ klingt dabei dennoch keineswegs fragwürdig und schon gar nicht nach Rückzug. Die neue Platte des Ein-Mann-Projekts von Damien DeRose, Peasant, zeigt, dass auch ein bisschen Gitarre, Schlagzeug und der Gesang des Pennsylvaniers genug sein können, um den Alltag entweder vergessen oder ihn mit der passenden Hintergrundmusik untermalen zu lassen.
Etwas wärmer als Bon Iver, ein bisschen karger als Sufjan Stevens. Sie versetzt in die Zeit, in der Cruise noch zu Kidman gehörte und Katie Holmes nur Schulhofgespräch war, wenn sie sich als Joey mal wieder zwischen Dawson und Pacey entscheiden musste. Peasant wäre sicher eine gute Begleitung bei so manchem tränenreichen, aber auch hoffnungsvollen Entschluss gewesen.
Mitunter klingt „Shady Retreat“ durch Pferdegetrappel im Hintergrund bisschen zu folkig – wobei aber der Forward-Knopf auf der Fernbedienung Abhilfe schafft. Einzig wirklich bedauernswert bleibt also: So rasant die Jahrtausendwende vonstattenging, so schnell ist leider auch „Shady Retreat“ zu Ende. Do me again!
In drei Worten: Dawson’s Creek / Noch mal / Jahrtausendwendefolk
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