Rob Swift - The Architect Artikelbild (groß)
 
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Rob Swift

»The Architect«

[Ipecac / Soulfood / VÖ: 23.04.2010 ]

Text: Martin Riemann

Mehr Turntable-Skills, als Bach Fugen hatte. Ex-X-Ecutioner Swift kann Beat-Visionen, ohne immer nur das Alte neu anzumalen und zu samplen.

Plattenspieler, das nächste Level. Mit „The Architect“ geht der Ex-X-Ecutioner Rob Swift einen kenntnisreichen Schritt Richtung E-Musik. Wer bei der Verbindung von Klassik und urbaner Musik an ein ganzes Orchester im Studio denkt, hat sich geschnitten. Jemand wie Swift, der das Spiel auf den Turntables ähnlich beherrscht wie Ivo Pogorelich sein Klavier, braucht solche Gimmicks nicht. Er hat Plattenspieler und, was noch wichtiger ist, echte Visionen, das heißt, er raubt nicht das Repertoire von Klassik-MCs wie Mussorgski, um seinen Beat aufzupeppen – er interpretiert und erweitert es, indem er es zerlegt und neu zusammenbaut.


Alles handwerklich so transparent, crisp und virtuos, dass der Eindruck entsteht: alles ganz einfach. Swift teilt sein Album genregemäß in Akte ein, sechs „Movements“, die sich um jeweils zwei Songs gruppieren. Raps (von Breez Evahflowin) sind rar und auf die Musik bezogen. Teilweise widersprüchliche Atmosphären gehen auf erstaunliche Weise ineinander über und erzeugen so neue, bisher unbekannte. Swift will es wirklich wissen, und er braucht Zuhörer, die es auch wissen wollen.

In drei Worten: Crisp / Klassik / Turntable-Hop

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