Shout Out Out Out Out - Reintegration Time Artikelbild (groß)
 
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Shout Out Out Out Out

»Reintegration Time«

[ADA / Warner / VÖ: 16.04.2010 ]

Text: Klaas Tigchelaar

Wenn Electropunk mit Technotronic und Snap flirtet, kann dir auch die Bundeskanzlerin kein freies Geleit mehr garantieren.

Ein kanadischer Semi-Hype, der sich mit der Nutzung analoger Synthesizer zu verkaufen trachtet und obendrauf noch eine Kurzstrecke auf dem europäischen Hype-Zug der Shout Out Louds gelöst hat? Och nö! Och doch! Das Buch nicht nach dem Umschlag beurteilen, denn die Dance/Electro-Band um Frontmann Nikk Kozub klingt nicht nach Hipster-Disco oder Jean Michel Jarres Tastenwunder-Sammlung, sondern tatsächlich fein-ziseliert nach Neu!, Tangerine Dream und der jugendfreien Version von LCD Soundsystem.


Die Klangpalette bleibt schön übersichtlich, und Gesänge kommen konsequenterweise wahlweise aus dem Vocoder („How Do I Maintain Pt. 1“) oder werden mit Eurodance-Sprechgesang (wie in „Coming Home“ oder „One Plus Two Plus Three“) aufgeschüttelt. Letzterer immerhin von Cadence Weapon a.k.a. Roland Pemberton oder San Serac kommend. Shout Out Out Out Out sind deshalb zwar nicht dabei, die Sarah Palins des Electropunk zu werden, durch eine etwas unentschlossene Verquickung gegensätzlicher Stile wirkt das Gesamtkunstwerk oftmals aber ein wenig bemüht und uneinheitlich.

In drei Worten: Uneinheitlich / Semi-Hype / Electropunk

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