We Vs. Death
»A Black House, A Coloured Home«
[Sinnbus / Al!ve / VÖ: 19.02.2010 ]
Text:
Christian Steinbrink
Mit der standardisierten Postrock-Band-Atmosphäre aus Elegie und Pathos der vielen Mogwai-Klone haben We Vs. Death wenig am Hut. Beklemmende Aura und Fesseln rule.
Die Niederländer We Vs. Death sind weit mehr als eine typische Genreband aus dem Kontext des oftmals so klemmig vermiedenen Stilkonstrukts Postrock – sie sind ein multimediales Gesamtkunstwerk aus der idealistischen Verweigerungshaltung von Noise und Hardcore. Sie sind DIY, und sie bedenken jeden einzelnen Aspekt ihrer Kommunikation mit höchster Sorgfalt.
Mit der mittlerweile ziemlich gewohnten Atmosphäre aus Elegie und Pathos der vielen auf Mogwai rekurrierenden Genrebands haben We Vs. Death nur wenig am Hut. Besser passt da der Vergleich zu Labelkollegen wie SDNMT oder vor allem Beach, die Stimmungen ihrer durchweg düster schimmernden Gitarren-Arrangements wirken abstrakt und von einer rohen Härte im Sinne von Shellac, ohne dabei wirklich stark verzerrt zu sein. Einen artifiziellen Kontrapunkt dazu setzt der Gesang: ein hohes Wimmern, das die Atmosphäre einerseits verschleiert, andererseits aber auch in Richtung von Drastik verstärkt. Dadurch sind WVD nicht so gewaltig wie etwa SDNMT, besitzen aber eine starke, so fesselnde wie beklemmende Aura.
In drei Worten: Eng / Hut / DIY
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