Ulrich Schnauss - Missing Deadlines – Selected Remixes Artikelbild (groß)
 
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Ulrich Schnauss

»Missing Deadlines – Selected Remixes«

[Rocket Girl / Rough Trade / VÖ: 05.03.2010 ]

Text: arno raffeiner

Oooh! 14 Mal Staunen mit Schnauss’ gesammelten Klangwand-Remixen: pompös wie ein Panoramablick vom Matterhorn, opulent wie ein Buffet im Schlaraffenland.

Allzu viele Deadlines hat Ulrich Schnauss wohl nicht verschwitzt. Bei über zwei Dutzend Auftragsarbeiten, die sich in der letzten Dekade angesammelt haben, kann der Berliner Produzent für eine Auswahl an seinen Remixen aus dem Vollen schöpfen und in der Playlist sogar Kandidaten wie Depeche Mode oder Coldplay überspringen. Es soll weniger um Namedropping als um Stimmigkeit gehen. Und in der Hinsicht brauchte man sich bei Schnauss noch nie Sorgen zu machen.


In bestimmten Kreisen wird er fast vergöttert für die ewig weich fließenden Honigmilchqualitäten seiner Weichzeichner-Electronica. Sein innenarchitektonisches Konzept als Remixer ist dabei so einfach wie bewährt: Tempo raus, schwärmerische Klangwand rein. (Das beschwingte Beat-Gerüst der Ausnahme „Make Sense And Loose“ von I’m Not A Gun bestätigt nur die Regel.) Mit diesem Zugriff presst Schnauss noch jedem Song, von Howling Bells über Asobi Seksu bis hin zu Hans-Joachim Roedelius & Tim Story, selbst die letzten Tropfen ätherischen Säuselns aus dem Kreislauf.

In drei Worten: Aufträge / Honig / Beat

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