Emma Pollock - The Law Of Large Numbers Artikelbild (groß)
 
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Emma Pollock

»The Law Of Large Numbers«

[Chemikal Underground / Rough Trade / VÖ: 26.03.2010 ]

Text: Manuel Czauderna

Umarmende Mathematik gibt es nicht? Das zweite Soloalbum der früheren Delgados-Frau zeigt das Gegenteil.

Emma Pollocks zweites Soloalbum beginnt und endet mit einer Umarmung. „Hug The Piano“ ist der Titel des warmen Piano-Intros, das gleichzeitig Outro ist und das Album umschließt. Diese Umarmung ist keine flüchtige Begrüßungsgeste, sondern eine herzliche und intime. Und so ist auch das gesamte Album der früheren Delgados-Sängerin: inniger und persönlicher als der Vorgänger „Watch The Fireworks“ und mit weniger klassischen Indie-Pop-Elementen, trotzdem aber nie ins Zuckersüße abdriftend. Dafür bleiben ihre Arrangements auch viel zu eigensinnig und unberechenbar.


So erklärt sich auch der Albumtitel, der eigentlich eher kühle Assoziationen weckt, aber als Liebeserklärung an die Unberechenbarkeit des Lebens lesbar ist: „The Law Of Large Numbers“ ist ein mathematisches Theorem aus der Stochastik. Entgegen des weit verbreiteten Irrglaubens beschreibt es nur relative Häufigkeiten, sprich: Ein Ereignis, das bisher weniger häufig als erwartet eingetreten ist, muss auch in Zukunft nicht häufiger eintreten. Emma Pollocks Songs spielen mit diesem Irrglauben sehr geschickt.

In drei Worten: Feuerwerk / Intimität / Stochastik

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