Moke
»The Long & Dangerous Sea«
[Island / Universal / VÖ: 16.04.2010 ]
Text:
Holger Wendt
Pathos, Prunk und Ponys. Mit Paul Weller im Beiboot zum Erfolg.
Eines vorweg: Bei Moke geht es nicht um Nischendenken oder um Abgrenzung. Bei den Niederländern geht es um Größe, und diese gibt sich nicht mit popeligen Venues ab. Nein, die Augen von Felix Maginn – Frontmann von Moke – sind auf das Absolute gerichtet. Auf rockistisches Pathos in etwa und auf Prunk in allen Formen. Es ist fast schon zynisch, dass in Zeiten des Aussterbens der großen Marken eine andere mit einem durchweg kopierten Konzept geboren wird und damit auch noch erfolgreich ist.
Das Konzept heißt Britpop mit Blick auf die 80er. Im Speziellen liebäugeln Moke mit Echo & The Bunnymen. Auch ein paar U2-Anleihen lassen sich finden. Dass sich daran schon andere abgearbeitet haben, muss nicht erst gesagt werden. Dass diese qualitativ hochwertiger waren und trotzdem weit weniger Fame verbuchen konnten als Moke, wurde bisher aber ausgespart. Wie auch immer: Selbst Karl Lagerfeld und Modfather Paul Weller sollen Freunde der neuen Pop-Sensation aus NL sein. Endlich mal eine Chance, fucking famous zu werden.
In drei Worten: Lagerfeld / U2 / Pop-Sensation
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