Cobblestone Jazz - The Modern Deep Left Quartet Artikelbild (groß)
 
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Cobblestone Jazz

»The Modern Deep Left Quartet«

[!K7 / Al!ve / VÖ: 26.03.2010 ]

Text: arno raffeiner

Unnütze Genrenamen, Folge #2378: „Jazz House“ heißt jetzt „Deep Left“. Und wenn er so klingt wie die neue Cobblestone, kann man ihn gleich wieder vergessen.

Irgendwas ist da schiefgelaufen. Kann ja mal passieren, dass man versehentlich die CD mit den Backingtracks für die Live-Show ins Presswerk schickt. Blöd nur, wenn man den Fehler nicht rechtzeitig bemerkt und das Ganze dann als zweites Künstleralbum unter die Leute gebracht wird. Im Vergleich zum recht famosen Debüt von Cobblestone Jazz ist „The Modern Deep Left Quartet“ auf jeden Fall eine Enttäuschung. Die meisten Tracks klingen so geradlinig, statisch und ereignislos, als hätte ein Autist vor einem am Computerbildschirm immer wieder auf Los springenden Loop gesessen und dazu ratlos Hihats und Akkorde aus der Sound-Bank abgerufen.


Dass mit zwei ausgewiesenen Jazzern (Danuel Tate und Tyger Dhula), einem prominenten Dancefloor-Wizard (Mathew Jonson) und dem Neuzugang Colin de la Plante alias The Mole ganze vier Mann an ihren Instrumenten gesessen sein sollen, mag man kaum glauben. Die dem Jazz entlehnte Idee vom Jam als sozialem Event ist, übertragen auf House Music, zwar ein schönes Konzept, aber kein Garant für inspirierte Musik. „Arbeit am Groove“ heißt so was wohl, wenn das Beschönigungs-Plug-in seinen Dienst tut.

In drei Worten: Geil / ist / anders

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