The Bundles
»The Bundles«
Text:
Martin Büsser
Die Supergroup von drüben – Kimya Dawson und Jeffrey Lewis machen klar, warum Antifolk mal Hoffnungsträger von Indie war.
Die Band gibt es schon seit 2001, also seit dem Jahr, in dem die Moldy Peaches ihr großartiges Debüt veröffentlicht haben. Und doch hat es fast zehn Jahre gedauert, bis die Bundles ihr erstes Album verwirklicht haben. The Bundles, das sind Kimya Dawson und Jeffrey Lewis im Duett, begleitet von Jeffreys Stammband. Obwohl der Antifolk-Komet längst verglüht ist, kommt hier noch einmal eine Ahnung davon auf, warum sich vor zehn Jahre fast alle Indie-Hörer bedingungslos in die Arme der Moldy Peaches geworfen haben, berauscht vor Glückseligkeit.
Dieser knatschige Gesang von Jeff Lewis, eine Mischung aus Kermit und Lou Reed, gepaart mit Kimyas zurückhaltendem Genuschel, lässt einen sofort an das damalige Traumduo Dawson und Green denken – Velvet-Underground-Coolness gepaart mit kindlichen Keyboard-Melodien, eine Mischung, auf die man wie der Pawlow’sche Hund sofort mit Sympathie-Reflexen reagiert. Obwohl die Produktion relativ flach und dünn ist – kein Vergleich mit der Intimität des Moldy-Debüts –, springt hier noch einmal der Funke über. Bitte auf Tournee kommen!
In drei Worten: Glück / Genuschel / Post-Komet
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