The Besnard Lakes
»Are The Roaring Night«
[Jagjaguwar / Cargo / VÖ: 12.03.2010 ]
Text:
Christian Steinbrink
Psych-Rock auf den Fersen Pink Floyds, trotzdem aber nicht altbacken.
In Montreal pflegt man seit jeher einen Hang zu Bandkollektiven, genauer: einer unbestimmten und wechselnden Anzahl von Musikern. Das weiß man spätestens seit Godspeed You! Black Emperor und den Folgebands aus dem Spannungsfeld des Labels Constellation. The Besnard Lakes nehmen in diesem Kontext die Rolle der ausufernden Psychedeliker mit starkem Bezug zu den Urvätern Pink Floyd ein. Im Vergleich von „Are The Roaring Night“ zu den Vorgängerwerken sind die zehn neuen Songs weniger wundersam und verschwommen, sie berufen sich stärker auf den Pop-Appeal, der Pink Floyd zu jener unvermeidlichen Band machte, die sie waren.
Dafür entzerrten die Besnard Lakes ihre bisher ziemlich konzentrierten Gitarren- und Hall-Arrangements, die Stimmung ihrer Neuausrichtung scheint entspannter und dezenter, teilweise schon auf Dream-Pop à la Galaxie 500 verweisend. Auch aufgrund des warmen und schillernden Girl/Boy-Gesangs der Ehepartner Olga Goreas und Jace Lasek wirkt diese Melange nicht bloß antiquiert, sondern gegenwärtig und sehr reizvoll.
In drei Worten: Eheleute / Traumpop / 500
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