Gorillaz
»Spalter: "Plastic Beach", Pro & Contra«
[EMI / VÖ: 05.03.2010 ]
Text:
Peter Flore,
Felix Scharlau
[47 Kommentare]
Vom Leben gezeichnet, von Damon Albarn geküsst: Die Gorillaz wurden im letzten Jahrzehnt zu einer Art Simpsons der Charts. Über alle Zweifel erhaben, verströmten sie großzügig Coolness und Style in die Breite. Doch: Das war vor Jahren. Und was ist jetzt?
Pro:
Tun wir doch für einen kurzen Moment noch mal so, als sei 2001: Wir nicken im Takt zu "Clint Eastwood" und erfreuen uns an den apokalyptischen Anime-Videos mit Charakteren namens Noodles und 2D auf Viva Zwei. Blur liegen in den letzten Zügen, was uns aber egal sein kann, solange Damon Albarn mit seinem Partner Jamie Hewlett die animierte Fantasyband Gorillaz mit Leben füllt. Kurzum: Die künstliche Band war in ihrer Hochphase in Form und Inhalt heißester Scheiß.
Seit dem zweiten Album "Demon Days" sind aber nun auch schon wieder fünf Jahre vergangen, eine ziemlich lange Zeitspanne gerade in Pop, was man allein schon daran sieht, dass es Blur zwischenzeitlich wieder gibt, Musikfernsehen im TV aber mittlerweile nicht mehr. Das letzte musikalische Lebenszeichen der Band war zu allem Überfluss auch noch eine praktisch unhörbare obskure Oper namens "Monkey: Journey To The West", die nicht in den Kanon zeitgenössischer Popkultur aufgenommen wurde.
"Plastic Beach" nun stellt einen durchaus gelungenen Flashback dar, die erste Single "Stylo" featurt neben überpräsenten Synthies gekonnt alte Heroen wie Mos Def und führt damit die beliebte Gorillaz-Kollabo-Tradition fort - auf Album Nummer drei liest sich die Gästeliste tatsächlich wie eine Hälfte der MTV Awards (Snoop Dogg, De La Soul) oder alternativ das Indie-Dschungelcamp (Mark E. Smith, Lou Reed). Was entgegen mancher Erwartungen aber nicht zum Schlechtesten gereicht - immerhin ist das Leben am "Plastic Beach" genauso bekifft-entspannt, voll geiler Bass- und schillernder Hooklines und letztlich eben auch toller Popmomente wie damals 2001. Vielleicht in diesem Fall sogar: poppigerer Momente als je zuvor im Gorillaz-Kosmos.
Peter Flore
Auf der nächsten Seite: Der Gegenschlag von Felix Scharlau...
1 | 2 | ... weiterlesen »
Artikel kommentieren
Mehr Infos
Kommentare
Artikel kommentieren [47]- Mehr Forumsdiskussionen
Intro 23.02.2010 | 16:13:00
Vom Leben gezeichnet, von Damon Albarn geküsst: Die Gorillaz wurden im letzten Jahrzehnt zu einer Art Simpsons der Charts. Über alle Zweifel erhaben, verströmten sie großzügig Coolness und Style in die Breite. Doch: Das war vor Jahren. Und was ist jetzt?
funkybird 03.03.2010 | 12:13:47
Also ich bin bei Flore!
marylin monrose 03.03.2010 | 12:20:50
ich will keine freunde
ich auch
qwert_zuiopü 03.03.2010 | 12:35:36
und ich seh hier gar nichts außer einen weißen hintergrund...
marylin monrose 03.03.2010 | 13:40:01
ich will keine freunde
ich auch
black sheep beuys 03.03.2010 | 13:48:09
Heart's fear
Ich habe die Platte noch nicht gehört. Auf jeden Fall liest sich Flores Text grauselig.
gnathonemus 03.03.2010 | 14:45:49
toller specht
der von scharlau ist aber auch nicht viel besser
joe public 03.03.2010 | 14:56:40"Plastic Beach" nun stellt einen durchaus gelungenen Flashback dar, die erste Single "Stylo" featurt neben überpräsenten Synthies gekonnt alte Heroen wie Mos Def und führt damit die beliebte Gorillaz-Kollabo-Tradition fort - auf Album Nummer drei liest sich die Gästeliste tatsächlich wie eine Hälfte der MTV Awards (Snoop Dogg, De La Soul) oder alternativ das Indie-Dschungelcamp (Mark E. Smith, Lou Reed).
wie kann man eigentlich einen solchen satz ins interwebs stellen, ohne sich zu schämen?
black sheep beuys 03.03.2010 | 15:10:47
Heart's fear
Wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, kommt sowas halt dabei raus.
snorej 03.03.2010 | 17:44:27
wann waren den del la soul bei den mtv awards? vor so gefühlten 100 jahren oder?
ich mag gorillas.
Russel 03.03.2010 | 18:09:43
Was hat eigentlich Monkey: Journey To The West mit den Gorillaz zutun? Ausser dass es von Damon Albarn und Jamie Hewlett ist? Beide Artikel hätte man stecken lassen können!
Legoland 03.03.2010 | 18:49:28
Legolize it!
album gefällt. der "contra"- artikel ist aber trotzdem der bessere... bewertungswahn.
mackepeter 03.03.2010 | 20:52:53
schauerliche suppe. da ist in der tat die luft raus/batterie leer.
ösel 03.03.2010 | 21:16:21
Polterkowski & Söhne
Die Gorillaz haben mich schon immer etwas verwirrt.
Wer ist da jetzt wer? Was passiert wo und mit wem?? Und wann geht die "Handlung" wie und vor allem warum weiter???
Editiert von
ösel am 03.03.2010 21:17:17
mackepeter 03.03.2010 | 21:20:00
dranbleiben! die auflösung gibts nach der werbung.
ösel 03.03.2010 | 21:22:31
Polterkowski & Söhne
Oder vielleicht doch auf der B-Seite meiner CD..?
mackepeter 03.03.2010 | 21:29:29
ich werde es nie erfahren.
Russel 03.03.2010 | 21:47:47
Bei Damon Albarn die Luft raus? Das glaub ich nicht....
Album ist super!
MartinHH 04.03.2010 | 00:28:02
Wenn ich eine CD-Kritik lese, will ich was über die Musik erfahren. Was macht die Musik aus? Was macht sie schlecht? Was macht sie gut? Kurz gesagt: Die Pro-Rezension ist mittelmäßig. Die Contra-Rezension ist richtig scheiße! Hab die CD dennoch noch nicht gehört.
otic 04.03.2010 | 00:42:09
You can call me John!
album ist großartig.
Russel 04.03.2010 | 15:46:02
Ihr habt in der Aktuellen Ausgabe in der Rubrik "Bodycheck mit Gorillaz" den 2-D mit Murdoc verwechselt....!
snorej 06.03.2010 | 09:26:21
es kommen viele sachen raus bei denen ich den hype nicht nachvollziehen kann.
das album ist wie gewohnt gut. es hat potentiale zu wachsen. aber man kann sich auch über andere sachen aufregen.
Social Network Login

Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
WEITERE PLATTEN
ÄHNLICHE PLATTEN
- » The Chemical Brothers - Don’t Think DVD
- » Coldplay - Mylo Xyloto
- » Kasabian - Velociraptor!
- » Cake - Showroom of Compassion
- » Radiohead - The King Of Limbs
- » Massive Attack - Heligoland
- » The Flaming Lips - Embryonic
- » Radiohead - Pablo Honey / The Bend...
- » Björk - Debut & Post & Telegram
- » Beck - Modern Guilt
THREADS ZU DIESEM ALBUM




