Former Ghosts
»Fleurs«
[Upset The Rhythm / Cargo / VÖ: 06.11.2009 ]
Text:
Christoph Dorner
"Fleurs" klingt nach dem Background dieser Supergroup um Xiu-Xiu-Sänger Jamie Stewart, nach britischem Wave-Kitsch und gehyptem Glo-Fi aus den USA.
Hat hier irgendjemand schon wieder Supergroup gesagt? Die Avantgarde schüttelt sich. Hinter Former Ghosts verbergen sich jedenfalls Jamie Stewart von Xiu Xiu, dessen Jünger Freddy Rupert von This Song Is A Mess But So Am I und der Teenager Nika Roza, Letztere ist als Zola Jesus mit ihrem Shoe-Goth-Sound in den Staaten so etwas wie "unsere" Soap & Skin.
Sie alle eint die Vorliebe für unfertiges Homerecording und gruselig-synthetischen 80er-Pop auf zigfach bespielten Kassetten. So klingt "Fleurs" letztlich nach britischem Wave-Kitsch von OMD bis This Mortal Coil und nach in den USA gerade ziemlich gehyptem Glo-Fi oder auch Hipstergospel Pop von Bands wie Neon Indian oder Washed Out. Und obwohl schrille Super-Mario-Synthesizer und stolpernde Beats auf den Hörer etwas enervierend wirken könnten, ist es für Stewarts queere Nonkonformität beinahe ein zugängliches Album mit drei gleichwertigen Singstimmen und kleinen Hits wie "In Earth's Palm" und "Dreams" geworden.
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