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The Postmarks

»Memoirs At The End Of The World«

[Unfiltered / Warner / VÖ: 12.02.2010 ]

Text: Klaas Tigchelaar

Am Pompano Beach in Florida ist ein Zeitloch, aus dem ungekannte Beatnik-Soundtracks entströmen.

Die zwei schicken Herren im Anzug und die hübsche Sängerin im abgestimmten 60s-Miniskirt waren schon 2007 auf der Showbühne, um Beat-Faszination und altertümliche Cinemascope-Soundtracks zu einem fein sezierten Klangerlebnis zu verschmelzen. "Memoirs At The End Of The World" setzt als Album Nummer zwei noch ein Furcht einflößend rückwärtsgewandtes Cover obendrauf.


Was dahinter erklingt, ist jedoch durchaus erquickend. Da wird im Heimstudio mal eben ein Bigband-Musikergraben ausgehoben und auch noch passend gefüllt - was 2010 mit dem PC eben so alles möglich ist. Zu den ausgefeilten Kompositionen zwischen India-Surf, Garagen-Swing und leicht angekitschtem Handbremsen-Beat haucht Sängerin Tim Yehezkely verführerische Flüche, dass sich die Trompeten biegen. Eine Nähe zu Saint Etienne, Portishead und Nouvelle Vague kann nicht verleugnet werden, aber das hier klingt einfach noch eine Spur überzeugender nach der guten alten Zeit. Darauf einen Vodka-Martini.




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